
Vermeiden Sie Begriffe wie „nicht schön“ oder „wirkt schief“. Schreiben Sie stattdessen: „Fuge an Wandseite Nord, 1,45 m ab Boden, Länge 60 cm, ungleichmäßig; Lücke bis 3 mm sichtbar“. Präzision beschleunigt Lösungen, weil sie Fehlerbilder greifbar macht. Benennen Sie zudem die gewünschte Qualität, beispielsweise „durchgehende, geschlossene Silikonfuge ohne Unterbrechung, gleichmäßige Breite“. So reduzieren Sie Diskussionen und schaffen einen messbaren Zielzustand für die Nacharbeit.

Fügen Sie jeder Position ein scharfes Foto mit Maßstab hinzu. Ein kleiner Zollstock oder ein Klebeband mit Markierung reicht. Verweisen Sie bei Bedarf auf DIN- oder Herstellerangaben, um die Erwartung zu objektivieren. Nutzen Sie Serienaufnahmen aus verschiedenen Winkeln, damit keine Zweifel über Perspektiven entstehen. Speichern Sie Dateien eindeutig benannt nach Raum, Datum und Position, um späteres Suchen zu vermeiden. So wird jede Mängelbeschreibung nachvollziehbar, prüfbar und fair.

Nicht jeder Punkt ist gleich kritisch. Ordnen Sie Sicherheits- und Dichtigkeitsfragen ganz nach oben, kosmetische Nacharbeiten danach. Legen Sie realistische Fristen fest, abgestimmt auf Material- und Personalkapazitäten. Kommunizieren Sie Puffer, falls Folgegewerke betroffen sind. Vermerken Sie, wer freigibt und wie die Abnahme der Nachbesserung erfolgt. Ein kurzer, gemeinsamer Zeitplan reduziert Reibung und verhindert, dass kleine Restarbeiten Wochen später noch ungeklärt im Raum stehen.